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Polnische Offiziere in deutscher Kriegsgefangenschaft

 

Ein Bild aus dem Gefangenenlager Oflag II B Arnswalde (Pommern, auf polnisch heute Choszczno genannt) im Pommern verblüfft heutige Betrachter. 30 polnische Offiziere. Vorne in der Mitte sitzt , den Blick fest auf die kamera gerichtet, Major Henryk Sucharski, der „Verteidiger der Westerplatte“. Er war zuvor im Oflag IV A Hohnstein in Sachsen und kam später in den Oflag II D Groß Born (Pommern, auf polnisch Borne Sulinowo)

In einem polnischen Werk über die Westerplatte von 1980 heißt es wörtlich: „Der Major verhielt sich so, als ob er in eine polnische Garnison gekommen wäre; vorschriftsmäßig gekleidet – Ausgehuniform, Stiefel, Sporen, Handschuhe, Orden und Säbel – machte er sich auf dem Weg, den höheren Offizieren im Lager die üblichen Visiten zu machen. Sucharski starb 1946 in Neapel

Ein erstaunliches Phänomen sind die polnischen Lageruniversitäten in deutschen Kriegsgefangenenlagern. Dazu der Ingolstädter Historiker Dr. Alfred Schickel:

„Tatsächlich bestätigte die Abteilung Dokumentation des IKRK in Genf die Angaben der polnischen Gewährsleute und vermittelte einen Überblick über das Geistesleben in den polnischen Offizierslagern. Danach verfügte jedes der insgesamt 12 Offizierslager für polnische Kriegsgefangene über eine Bibliothek mit einem Bücherbestand zwischen 1150 und 25000 Bändern, und es funktionierten in den meisten Offizierslagern Lageruniversitäten.

So vermerkten die Akten des IKRK zum Beispiel über das Offizierslager II C Woldenburg (Pommern, auf polnisch Dobiegniew) „...von 1942 bis 1945 mit (etwa 6000) polnischen Offizieren, besaß eine Bibliothek, die sich von 10000 auf 23000 Bände erweiterte. Eine gut organisierte Universität mit 6 Vorlesungssälen und einem Raum für wissenschaftliche Arbeiten ermögliche einen vielseitigen Unterricht und Kurse für Fremdsprachen.“

Über das Offizierslager VII A Murnau ist in Genf aktenkundig: „...bis 1945 mit (etwa 4000) polnische Offizieren, verfügte über eine Bibliothek (25000) Bände). Die Universität bot sehr verschiedenartige Vorlesungen und Vorträge an und funktionierte gut. Das Geistesleben in diesem Offizierslager war sehr rege.“

In den Jahren 1942-1945 bestand im Oflag II C Woldenberg eine polnische Lagerpost. Die polnischen Offiziere in den Oflag II D Groß Born, II E Neubrandenburg und VII A Murnau gründeten rasch ebenfalls eine Lagerpost. Im Woldenberg hat man mit einen Sonderstempel zum 400. Todestag des Astronomen Nikolaus Kopernikus die Post gestempelt.

 

Kommentare zu diesem Artikel - Komentarze do artykułu



Anzeige: 1 - 1 von 1.

3Maj
Montag, 16-02-09 22:48

Oto następny bez-autorski aksjomat do wierzenia podany przez Silesia w oparciu o cytaty z pro-nazisty Alfreda Schickel'a. Tak, tego samego o którym sami Niemcy w SPIEGEL pisali, że jest on „Alfred Schickel, der sich als rechtsradikaler Historiker um die Entschuldung des Nationalsozialismus müht." Ten sam który ogłosił w grudniu 2008, że znalazł dokumenty potwierdzające spisek Churchill'a i Roosvelt'a w zabójstwie generała Władysława Sikorskiego. I tak dalej i temu podobne bzdury... Entuzjaści pseudonauki i niemieckich bajek nacjonalistycznych jakoś nie zauważyli tego bełkotu anonimowego durnia, albo może... może jednak wrócili po rozum do głowy...?

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