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Tag der Heimat 2008 in Berlin

 

Der diesjährige Tag der Heimat des Bundes der Vertriebenen stand unter dem Leitwort

Erinnern und Verstehen

Die festliche Auftaktveranstaltung fand wieder im Internationalen Congress Centrum ICC in Berlin statt. Die Festveranstaltung mit Verleihung der Ehrenplakette an Erzbischof Dr. Robert Zollitsch begann am

6. September um 12.00 Uhr.

Es sprachen:

- Erika Steinbach MdB - Präsidentin des Bundes der Vertriebenen

- Dr. Wolfgang Schäuble MdB - Bundesminister des Innern

- Erzbischof Dr. Robert Zollitsch - Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

Am Tag der Heimat erinnern die deutschen Heimatvertriebenen an ihr Schicksal und ihre Heimat. Der Tag der Heimat soll einerseits den Menschen den Wert von Heimat ins Gedächtnis rufen, andererseits aber auch dazu ermahnen, Vertreibungen zu ächten und als Mittel der Politik zu verurteilen. Gleichzeitig wird zur Versöhnung und zur Zusammenarbeit mit den jetzt in den früheren Heimatgebieten lebenden Menschen aufgerufen. Auf die festliche Auftaktveranstaltung in Berlin folgen bundesweit in jeder größeren Gemeinde Festveranstaltungen und Kranzniederlegungen.

Beide Festredner haben einen engen Bezug zu den Heimatvertriebenen.

Als Bundesinnenminister ist Dr. Wolfgang Schäuble auch für Vertriebene und Spätaussiedler zuständig. Den Vertriebenenorganisationen war und ist er ein fairer Partner. Er begleitet die Vertriebenenpolitik seit seiner ersten Amtszeit als Bundesinnenminister. Für die Anliegen der Heimatvertriebenen hat er stets ein offenes Ohr.

Erzbischof Dr. Robert Zollitsch wurde im Mai 2008 zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt. Er ist Donauschwabe und wurde am 9. August 1938 in Filipovo, dem ehemaligen Philippsdorf in der Batschka (Batscher Land) im früheren Jugoslawien, geboren und hat die Vertreibung selbst miterlebt. Stets hat der Erzbischof in seinen Reden vor den Heimatvertriebenen an die Vertreibung der Deutschen erinnert und dazu aufgerufen, sich der großen Aufgabe der Versöhnung und daraus resultierend der Gestaltung der Zukunft zuzuwenden. Eine konstruktive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit gehöre jedoch dazu und dürfe nicht verschwiegen werden. Wegen seiner Verdienste um Menschenrechte und Versöhnung verleiht ihm der Bund der Vertriebenen im Rahmen der Festveranstaltung die höchste Auszeichnung, die Ehrenplakette.

 

 



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